Ein Interview mit Tad Williams, Teil 1

An Interview with Tad Williams, part 1” has been translated into German by OstenArd.com contributor Olaf K. Below is the translation of the first part of the interview, for German-speakers.

28. Februar 2015

Science-Fiction & Fantasy Autor Tad Williams hat mehr als 30 Millionen Bücher verkauft. Seine Bücher wurden in mehr als 25 Sprachen übersetzt. Sein erster High Fantasy Zyklus, „Die Chronik der großen Schwerter“, war ein internationaler Bestsellererfolg und hat Millionen von Fans. Nun kehrt Tad Williams zurück in die Welt der „Chronik der großen Schwerter“ mit einer neuen Reihe, der Fortsetzung „The Last King of Osten Ard (Der letzte König von Osten Ard)“. Eine neue Reihe, die ihn wahrscheinlich wieder zurück auf die Bestsellerlisten katapultieren wird.

Wir sprachen mit Williams kurz nachdem seine Ehefrau und Managerin Deborah Beale verkündet hat, dass er die Rohfassung des ersten Romans der neuen Reihe, „The Witchwood Crown (Die Hexenholz Krone)“ abgeschlossen hat.  In diesem exklusiven Interview stellen wir Williams zahlreiche  Fragen über seine Arbeitsweise beim Entwerfen von ganzen Welten, etwaige Pläne für zukünftige Lesereisen, wie es ist für ihn in eine Welt zurück zu kehren, die er lange nicht betreten hatte, und seine Pläne für zukünftige „Bobby Dollar“ Romane, die er abwechselnd zwischen den Osten Ard Büchern schreiben möchte.

Teil Eins des Interviews direkt im Anschluss. Weitere Teile werden folgen.

OstenArd.com: Vielen Dank, Tad, dass Du diesem Interview zugestimmt hast! Du hast gesagt, dass du die neuen Osten Ard Bücher parallel zu weiteren Bobby Dollar Geschichten schreiben wirst. Obwohl die Geschichten sehr unterschiedlich sind, hast du Probleme damit die verschiedenen Stimmern der Charaktere auseinander zu halten? Oder sind die Unterschiede so groß, dass das nicht passiert?

Tad Williams: Eines der schönsten Dinge an Bobby Dollar ist, dass ich die Geschichten in der ersten Person Singular erzähle. Wenn ich einmal anfange in dieser Stimme zu schreiben, passiert alles sehr natürlich (nicht zuletzt deshalb weil er fast genauso spricht wie ich selbst.) Der Großteil der neuen Osten Ard Bücher wird in der dritten Person erzählt (obwohl es einige Briefabschnitte gibt, die in der ersten Person erzählt sind), daher sind sie sehr verschieden. Nicht zu vergessen, dass Bobby Dollar sehr modern erzählt wird. Wenn ich aber Fantasy schreib, vor allem vor-industrielle Fantasy muss ich den richtigen Ton und das richtige Vokabular finden, dass zu der Geschichte passt. Aber für den „Letzten König“ muss ich etwas finden, dass angemessen ist und zu dem passt, was ich in den ersten Büchern verwendet habe.

OstenArd.com: Du hast viele ergebene Leser, die dich gerne persönlich treffen würden. Plant dein Verleger eine Lesereise vor/während/nach der Veröffentlichung der „Hexenholz Krone“, und falls ja, welche Orte würdest du besuchen? Gibt es Märkte, die du einfach besuchen musst?

Tad Williams: Ich hoffe sehr, und ich würde es sehr gerne tun. Verleger schicken Autoren nicht mehr so oft auf Lesereise, weil der Niedergang des stationären Buchhandels und die Auswirkungen der Finanzkrise seit 2006 dies nicht mehr profitabel machen. Aber ich hoffe sehr, dass die neuen Bücher auch für meinen amerikanischen Verleger ein Ereignis sind, dass eine Lesereise rechtfertigt. Was andere Länder angeht, muss man von Fall zu Fall sehen, was sich ergibt, aber ich bin ziemlich sicher, dass mich mein deutscher Verleger auf Lesereise schicken wird.
OstenArd.com: Sowohl Christopher Paolini als auch George R.R. Martin haben bekundet, dass deine Reihe sie beeinflusst hat, ihre Bücher zu schreiben. Gibt es Pläne die beiden nach einem „Blurb“, einem Werbezitat für das Buchcover von „Die  Hexenholz Krone“ zu fragen?

Tad Williams' novels have long been available as audiobooks in Germany. Now "The Last King of Osten Ard" will get an English-language audiobook.

Tad Williams: Christopher würde es wahrscheinlich sofort tun, da sehe ich kein Problem. Aber es ist immer schwierig George für so etwas zu kriegen, da er immer so viele Anfragen an, die seine Aufmerksamkeit einfordern. Er muss tausend Dingen mehr seine Aufmerksamkeit schenken, als ich dies tun muss, und es gibt noch viele, viele Dinge mehr, die seine Aufmerksamkeit erreichen wollen.

OstenArd.com: Im „Drachenbeinthron“ hast du eine riesengroße Welt erschaffen mit mehr als 100 Städten, Ortschaften und Dörfern, die sich über einen ganzen Kontinent erstrecken. Dann hast du Sprachen, Kulturen und Völker geschaffen, die diese Orte bevölkern. Mit den weiteren Büchern wuchs Osten Ard immer weiter. Planst du nun einige Bereiche jenseits der alten Karten zu erkunden? Die „weißen Flecken“ an den Rändern der Karte? Falls ja, wie wird sich das zusammenfügen mit den bereits bekannten Strukturen und den alten Karten?

Tad Williams: Unser Wissen über OstenArd wird ganz gewiss erweitert werden, aber ich habe immer noch eine Menge Material aus den Originalbüchern, dass ich verdeutlichen und erweitern kann, ohne dass ich über die Grenzen der Wüste von Nascadu oder die Troll- bzw. Norn Fjelle hinausgehen muss. Trotzdem werden wir ein wenig mehr über das Gesamtkonzept der Welt lernen und ein paar Orte sehen, die wir in den ersten Büchern nicht gesehen haben. Soviel ist sicher!

Map of Osten Ard, showing the more than a dozen nations which make up the continent.

OstenArd.com: Während der Handlung der „Chronik der großen Schwerter“ konnten die Leser das Reich erkunden und von dampfenden Dschungeln bis hin zu gefrorener Tundra (einer ganzen Menge davon!) viele Orte besuchen.  Gibt es Pläne Bereiche von Osten Ard wieder zu besuchen, die in der klassischen Reihe nicht so viel Aufmerksamkeit erhalten haben? Nascadu? Die Lande der Hyrka? Die Inseln der Westerlinge? Harcha und Naraxi? Ijsgard? Der verlorene Garten?

Tad Williams: Wir werden eine Menge sehen von den Norn Fjellen und Nakkiga. Ebenfalls werden wir viel vom Aldheorte, den Thrithingen und Nabban sehen. Was andere, bislang unbesuchte Orte angeht, bin ich noch nicht sicher, weil das wird davon abhängen wohin das zweite und der Anfang des dritten Buches einige Charaktere führen wird, deren Schritte ich noch nicht komplett durchgeplant habe (Nebenbei, das amüsant-dumme Rechtschreibprogramm meines E-mail Programms möchte immer „Thrithings“ in „Thrashings“ ändern.) Und wir werden mehr über den Verlorenen Garten hören und lernen, eine GANZE Menge über die frühe Geschichte der Nornen und Sithi, sowohl in Osten Ard als auch vorher. Und obwohl ich nicht sagen kann, dass wir den Verlorenen Garten besuchen werden, denn er ist schließen verloren, so werden wir auf alle Fälle mehr über ihn erfahren.

Fortsetzung folgt…

An Interview with Tad Williams, part 3

Below is Part Three of OstenArd.com’s interview with speculative fiction writer Tad Williams, author of the “Memory, Sorrow and Thorn”, “Otherland”, “Shadowmarch” and “Bobby Dollar” books, and who recently announced the completion of the first draft of The Witchwood Crown, the first volume of a series of sequel novels to his classic “Memory, Sorrow and Thorn” trilogy, called “The Last King of Osten Ard“. The Witchwood Crown is tentatively slated for a Spring 2016 release. Part One of the interview is here. Part Two is here.

The below questions were asked by readers on the Tad Williams Message Board and OstenArd.com contributors. In this part of the interview, we asked Williams how his main characters from Osten Ard compare to Bobby Dollar, if he has any plans to ever return to other worlds he built, and if he ever regrets his decision to wander back into the thick of things in Osten Ard.

Cover of Russian edition of "The Dirty Streets of Heaven"

Cover of the Russian edition of The Dirty Streets of Heaven, the first “Bobby Dollar” book.

OstenArd.com: Tad, your most recent main character, Bobby Dollar, seems pretty cynical sometimes, but his actions are unfailingly that of an optimist. “Of course I’m going to go to Hell to save my new girlfriend (who’s not really my girlfriend)!” Simon’s journey was from a youthful idealism (or even, some might say, cluelessness) to adulthood with a good measure of earned wisdom. How has Simon’s worldview changed with the passage of time? Would you describe him as an idealist or optimist? Does he have anything in common with Bobby Dollar’s cynicism, now that he’s been around the block a few times?

Tad Williams: Simon is still much more of an optimist than Bobby, but part of that comes from him resolutely refusing to dwell on the worst things in life. That doesn’t mean he ignores them, but he is more determined not to let them dictate his everyday life than, say, Miriamele is. I think I myself am a wounded romantic by nature, an optimist with a cynical sense of humor, rather than a cynic per se. Simon is, I hope, an older version of his younger self, thus more pragmatic, less surprised when things don’t go well, and more aware of how hard it is to change the world. In some ways, he’s probably less of a romantic than Bobby.

Tad Williams states that Simon Snowlock is less of a cynic than his wife, Miriamele. Possible plot point?

Tad Williams states that Simon Snowlock is less of a cynic than his wife, Miriamele. Possible plot point?

OA.com: When you reread “Memory, Sorrow and Thorn” in preparation, was there anything, about the plot or the worldbuilding or the characters, that made you think, “I wish I could rewrite this”? Or on the other hand, something that you’d maybe forgotten about and that surprised you in a positive way?

Tad: I thought, “I wish I hadn’t made this so damn long.”

No, I always have ambivalent responses when look at my own work. Most of my flinch moments come from what I see as prose issues — too many commas, too flowery when not necessary, etc. — rather than story choices. I think I’ve always had a pretty good grasp of story and character, so the main things I see that I wish I could change are almost always technical things about the writing itself.

On the other hand, I’m always pleasantly surprised when my older work isn’t as lame as I sometimes fear it might be.

Cover of River of Blue Fire, second volume of "Otherland".

Cover of River of Blue Fire, second volume of “Otherland”.

OA.com: You’ve said that you are interested in writing some more Orlando (from “Otherland”) stories. Do you think this desire might turn into a book or even a new series? Is there any particular Otherland sim you would like to revisit and flesh out more?

Tad: It’s not so much any one simulation as that I’d like to 1) make more simulations, 2) explore how the Otherland network is changing as it becomes more “alive” and self-aware, or at least self-regulating, and 3) I think Orlando’s situation is interesting in and of itself, as detailed in “Happiest Dead Boy”. Plus, I’m interested in the idea that some of the artificial life-forms (or semi-life-forms) in the network might want to bring Dread back, for weird pseudo-religious ideas of their own.

OA.com: You resisted returning to Osten Ard for a long time; now that you’re back, do you ever find yourself thinking, “What the heck am I doing here?”

Tad: Every goddamn day. Especially when I’m trying to remember history and stuff from the first volumes, which is all the time, instead of just being able to make things up from scratch. But as mentioned, it’s also a really fun challenge. Not to sound like a complete sap, but that’s a big part of what I love about writing, too. I know I won’t please everyone, but it will be fun to see if I can at least please a few people.

OA.com: Readers are re-reading “Memory, Sorrow and Thorn” far and wide in anticipation of the new books. And their responses seem uniformly positive. Do you think “veteran” readers of MS&T will enjoy the new books just as much? Why or why not?

Tad: If anything, I have to work hard to make sure these books are as much fun for new readers as for the old readers, because there is so much old history, and so many old characters and plotlines to plug into. I think the veteran readers will have no problem with these because there is a LOT of continuity despite the decades passed.

Editor’s note: the interview with Tad Williams will conclude with Part Four.

Tad Williams completes 800 pages of “The Witchwood Crown”, releases partial character list

On his official message board today, bestselling speculative fiction author Tad Williams (The Dragonbone Chair, Tailchaser’s Song) posted a progress update on his manuscript of The Witchwood Crown, volume one of his planned three-book return to Osten Ard, “The Last King of Osten Ard”, sequel to the classic “Memory, Sorrow and Thorn” series.

Williams revealed that he will have completed 800 pages of the manuscript this weekend. “I’ll crest 800 pages this weekend, I think, God willing and the river don’t rise,” he wrote, after much flooding in the Bay Area. The page count likely refers to manuscript pages rather than published book pages.

Williams, one of the most respected names in speculative fiction and whose fans include Christopher Paolini and George R. R. Martin, also released a partial character list for the new series, 34 of which are new characters, and the remaining 18 are characters who originally appeared in “Memory, Sorrow and Thorn”. Several of these 18 listed characters died in the original series, so they are likely only mentioned in passing in the new book, rather than zombie resurrections, although Williams has been known to resurrect characters who were long thought dead, as fans of his work well know.

Cover of The Dragonbone Chair, book 1 of Memory, Sorrow and Thorn

Simon, Binabik and Miriamele will be returning in “The Witchwood Crown”, Book One of “The Last King of Osten Ard”.

Returning characters include fan favorites Simon, Miriamele, Binabik, Aditu and Jiriki. Also apparently returning, at least as mentions in the book, are Duke Isgrimnur, Prince Josua, Tiamak, Lady Vorzheva, Pasevalles, Akhenabi, Jeremias, Count Eolair, Prince Hakatri, Sisqinanamook, and of course everyone’s favorite 10,000-year-old ice queen Utuk’ku Seyt-Hamakha, who is believed to be a major antagonist in the new series.

Unmentioned in this announcement are Derra and Deornoth, the twins whose respective prophesies caused over 20 years of fan speculation while Williams wrote other novels. Williams has confirmed in previous announcements that Derra and Deornoth will appear in the new series.

Williams also wrote of his plans for the new book, including his intention that The Witchwood Crown will move a little faster than the beginning of The Dragonbone Chair, stating, “[T]his one moves a little faster and jumps into multi-person [point-of-view] pretty much immediately.  The “moves faster” part may not be so obvious after I revise and put in some of the detail I skipped over in the heat of first-drafting, but I think it will probably still feel this way.  (Thus, for returning readers, I will have to make sure it still feels pretty similar in terms of depth of character and background).”

Also returning are the Sa'onserei siblings, Jiriki and Aditu.

Also returning are the Sa’onserei siblings, Jiriki and Aditu.

The Witchwood Crown, the highly-anticipated first book in the new Osten Ard sequel series, is tentatively scheduled for a Spring 2016 release by DAW Books, publisher in the United States, and Hodder and Stoughton, the publisher in the United Kingdom. This will give the publishers time to edit what promises to be a lengthy manuscript, promote the book in international markets, and commission appropriate cover art on both sides of the Atlantic. An official release date for the first volume has not yet been set.

Williams completes 700 pages of “The Witchwood Crown”

Bestselling speculative fiction author Tad Williams announced on his message board today that he has completed 700 manuscript pages of The Witchwood Crown, the first volume in his new “The Last King of Osten Ard” trilogy sequel to the classic “Memory, Sorrow and Thorn” series. Williams wrote:

Politics will definitely show up in these books.

Nabban is a major focus.

I’ve just crested 700 pages after a REALLY difficult last few weeks. Remodel, everything in the house stashed in various rooms and therefore unfindable, HUGE flea attack (because of new cat) leading to sick cat in the hospital on life support (now apparently going to survive and be okay). Third major pet breakdown in a month or two leading to hospitalization and fear of pet-extinction. And about ninety other things, including birthdays, Smarchmoots (not everything bad, see?) and various other attention-distracters.

But the book continues! Y’all let me know if the fleas creep thematically into the finished product. I’m too close. And too itchy.

The Witchwood Crown is tentatively set to be published around Spring 2016. The first volume will be followed by Empire of Grass and finally The Navigator’s Children, all published by DAW Books.